Viel Zeit für ein wenig Gerechtigkeit
Ein Prozesstag gegen einen israelischen Siedler

Da sitzt er nun. Ein Ende 50-jähriger Mann mit schütterem weißem Haar, das aus seiner ebenso weißen Kipa hervorquellen und sich an den Seiten seines Gesichts zu gepflegt gedrehten Locken die Schläfen herunter kringeln. Wie er da so sitzt, sieht er eigentlich gar nicht aggressiv aus, ein bisschen sogar wie mein Großvater. Er sitzt einfach [...]

“I Will Kill All Arabs And Then You”. Ein Spaziergang durch Tel Rumeida

Es sind zweifellos die Siedler, die den Alltag von Tel Rumeida in ihrer Hand haben, die bestimmen mit welchem Gefühl man abends ins Bett geht. Mit ihren M16-Gewehren laufen sie grimmig die Straßen entlang, fahren mit 100 km/h sinnlos auf und ab und erfreuen sich an den aus dem Weg springenden Palästinensern. Es vergehen Tage an dem man kaum einen von ihnen begegnet, an anderen Tage spucken sie einen an, ein anderes mal prügeln sie und geifern wild davon erst alle Araber und dann uns umzubringen. Nach ein paar Wochen in Tel Rumeida, weiß man eigentlich nicht viel über sie zu sagen. Man will eigentlich auch nicht viel sagen, weil man weiß, dass das wohl kaum einer verstehen könnte. In Hebron, findet man die radikalsten, der ohnehin schon extremistischen israelischen Siedlerbewegung, die selbst vom Großteil der restlichen Siedler nicht mehr ernst genommen werden und vor denen wohl jede Kameradschaft der sächsischen Schweiz wie eine pazifistische Hippie-Kommune erscheint.

Picknick im Olivenhain

Mit Ausblick auf das friedliche H1, dem Siedlerfreien Teil Hebrons verbrachten Dänin Lilith und ich einen sonnigen Samstag im Olivenhain. Der Olivenhain ist mit Abstand der beste Ort in diesem traurigen Stadtviertel Hebrons. Hunderte Jahre alte knochige Olivenbäume spenden Schatten vor der 40 Grad heißen Sonne, Ameisenkolonien errichten eifrig ihre Bastionen, Schulkinder spielen fangen [...]

Bäume pflanzen in Bait Umar

Im Schatten der israelischen Siedlung Karme Tzur pflanzten rund 20 Palästinenser und Internationale heute knapp 40 neue Olivenbäume. Siedler oder Soldaten ließen sich bis auf einen patroullierenden Jeep nicht blicken.

You Have Blood on Your Hands, Red Like His Shirt

Meine erste direkte Begegnung mit einem der israelischen Kolonialisten in Tel Rumaida… Nachdem der bärtige alte Mann fünfmal die Shahuda-Straße auf uns ab gefahren war, hielt er plötzlich unerwartet neben Paul an sprang aus seinem Wagen und plärrte wild auf ihn ein. Nachdem Trudy und ich nach kurzem Sprint bei beiden ankamen, musste ich die [...]

Rechtskram

Falls nicht anders angegeben, stammen alle Inhalte auf dieser Seite von mir. Sollte ich doch aus Versehen einmal ein Copyright verletzten, bitte ich um Verzeihung und eine kurze Mitteilung. Die Inhalte stehen unter Creative Commons Lizens, d.h. ihr könnt sie weiter veröffentlichen, solange ihr fabik.de als Quelle angebt.

Was soll das hier?

Hier schreibt Fabik über die Dinge, die er kennt, sich einbildet zu kennen oder gerne kennen würde. Manchmal schreibt er auch einfach das, wozu ihn seine Finger treiben oder wiederverwertet uralte Gedanken.
Eigentlich würde Fabik auch viel lieber als freier Journalist mit Frau und Kind in einer Holzhütte in Ruanda wohnen. Er weiß nur nicht so genau, wie sowas geht.

Kontakt

Fabian Köhler
Katharinenstr.3
07743 Jena

tippen@fabik.de