„Radikalislamisch“, „extremistisch“ und „terroristisch“ sind einige der wenig schmeichelhaften Attribute, mit denen die palästinensische Hamas meist charakterisiert wird. Zu einer ganz anderen Einschätzung kommt hingegen Autor Maximilian Felsch. Laut ihm ist die „Die Bewegung des islamischen Widerstandes“ vor allem eines – pragmatisch.
Im amerikanischen Wettbewerb um den radikalsten Obama-Herausforderer, überbieten sich die republikanischen Kandidaten mit banalen Israel-Lobhudeleien und martialischen Kriegsdrohungen. Nur ein alter Bekannter spielt nicht mit: Ein Reise durch die befremdliche Welt republikanischer Nahostprogrammatik.
Mit dem amerikanischen Drohnenkrieg verbreitet sich mal wieder die Legende vom gerechten Krieg, in dem es nur die Richtigen trifft. Mit einer Berichterstattung ohne zivile Opfer machen sich viele Medien mitschuldig, wie nicht nur das Beispiel eines jungen Amerikaners zeigt.
Die Empörung über die von iranischen Studenten gestürmte britische Botschaft mag auf dem ersten Blick verständlich sein. Doch ein Blick zurück zeigt, die iranisch-britische Geschichte attackierter diplomatischer Vertretungen spielte sich vor allem im Vereinigten Königreich ab.
Abseits der Öffentlichkeit jährt sich am 27. November zum vierten Mal die Nahostkonferenz von Annapolis. Das Treffen in der amerikanischen Kleinstadt zählt zu Recht zu den überflüssigsten Kapiteln im israelisch-palästinensischen Friedensprozess. Doch ein Blick zurück zeigt, dass es auch in den 27 Jahren zuvor um alles Mögliche ging, aber nur selten um Frieden.
Am Tag der Arbeit standen hunderte Nazis in der Innenstadt Erfurts, während hunderte Demonstranten dagegen protestierten. Gut so. Aber warum ging eigentlich niemand arbeiten? Eine Begegnung mit den entscheidenden Fragen „Was soll das eigentlich?“ und „War mir schulfrei dann nicht doch lieber?“ Ein Spaziergangs durch meine Jugendstadt am ersten Mai in zehn Akten.
Niemand wird so stark kontrolliert, an niemanden sind die Erwartungen so hoch und niemanden trifft die Kritik nach der Demonstration so laut. Oft sind sie es die Polizisten, die den Frust und die Wut der Demonstranten aushalten müssen, wenn die Nazis für Letztere unerreichbar sind. Und oft genug bieten sie selbst genug Anlass für diese Wut: Sie blockieren, wo nichts zu blockieren ist. Sie reagieren über, obwohl sie da sind, um zu verhindern, dass Einzelne überreagieren. Sie schlagen zu, obwohl sie Gewalt verhindern sollen. Das Protokoll einer Zugfahrt nach Pößneck …
Sie hetzen gegen den „Multikulti-Terror“, vergleichen den Koran mit „Mein Kampf“ und fordern, islamische Länder mit Atomwaffen zu bombardieren. Einige linksextreme Gruppen sehen im Islam die größte Bedrohung der Welt und ziehen in ihren Forderungen weit rechts an den Rechtsextremen vorbei.
Hierzulande leben vier Millionen Muslime. Die meisten von ihnen sind integriert, nicht gewalttätig und sehen in Deutschland ihre Heimat. Doch zwischen Terrorwarnungen, Kopftuchkontroversen und Überfremdungsängsten gelten sie vielen nur als Problemfall. Eine Bestandsaufnahme islamophober Einstellungen in Deutschland.